Mittwoch, 23. Juni 2010

Es ist interessant, was die Presse mit ihrer Heuschreckendiskussion in den letzten Jahren so alles angerichtet hat. Natürlich gab es da auch schwarze Schafe. Aber gibt es die nicht immer. Ich möchte in diesem Zusammenhang auf einen interessanten Beitrag aus der Wirtschaftswoche vom November letzten Jahres verweisen, den wir nachfolgend wiedergeben:

Private Equity als Partner für den Mittelstand (von Volker Schmidt)

Bei Nachfolgen oder einem Wachstumsschritt: Beteiligungsgesellschaften eignen sich als Partner für den Mittelstand. Die Unternehmen müssen allerdings Voraussetzungen erfüllen, sich am Markt bewährt haben. Volker Schmidt, Partner bei der US-Private-Equity-Gesellschaft Riverside, nennt Kriterien für die Zusammenarbeit. Der wohl bekannteste Investor im Bereich Private Equity, Christopher Flowers. Flowers Kollegen eignen sich auch als Partner für den Mittelstand. Quelle: Reuters handelsblatt.com
Stellen Sie sich vor, Sie haben in den vergangenen zwanzig Jahren ein Unternehmen aufgebaut - erfolgreich. Der Gewinn legt jährlich um ein Fünftel zu, damit liegen Sie über dem Marktdurchschnitt. Und doch muss sich etwas ändern: Sie haben gerade ihren 55. Geburtstag gefeiert, ihr jüngster Sohn seinen fünften. Abgesehen von den Geburtstagen haben Sie in den vergangen Jahren nicht viel von einander gehabt. Trotz aller Freude am Unternehmertum: Sie wollen mehr Zeit für Ihre Kinder und finanzielle Sicherheit für Ihre Familie. Gleichzeitig soll die Firma mit ihren vierzig Mitarbeitern nicht leiden, das Wachstum weitergehen. Was tun?

Ein Drittel sind Nachfolgefälle

Ein klassischer Fall für Private Equity. Von den hierzulande im vergangenen Jahr abgeschlossenen 131 Firmenkäufen durch Beteiligungsgesellschaften waren nach Zahlen des Centers for Management Buy Out Research (CMBOR) immerhin 40 Nachfolgeregelungen. Gründe gibt es viele: Ein Unternehmer will kürzer treten, sein Vermögen diversifizieren oder sein Lebenswerk, dessen Arbeitsplätze und Unabhängigkeit absichern. Oder aber der nächste Wachstumsschritt lässt sich aus eigener Kraft nicht stemmen.

Potenzial muss stimmen

Um einen Private-Equity-Fonds als Partner zu gewinnen, müssen aber die Voraussetzungen stimmen. So sollte sich ein Unternehmen in aller Regel am Markt bewährt haben. Konkret könnte das zum Beispiel heißen: Unternehmenswert zwischen 15 und 150 Millionen Euro, Betriebsgewinn von mindestens zwei Millionen Euro, möglichst über zehn Prozent Rendite. Auch die Wachstumschancen müssen stimmen. Oft scheitert die Expansion eines soliden Unternehmens an fehlendem Know-How, dem Mangel an internationalen Kontakten oder auch dem nötigen Kapital. Gerade hier kann Private Equity seine Stärken entfalten und Werte schaffen.

Eigentümerwechsel nötig

Wichtig ist allerdings die Bereitschaft loszulassen: Der Alteigentümer muss seine Mehrheit abgeben. Denn in der Regel fordert diese der Private-Equity-Investor, um seinen eigenen Kapitalgebern eine Sicherheit zu bieten. Idealerweise steigt auch das bisherige Management mit ein. So wird Kontinuität ermöglicht. Im Tagesgeschäft ist der Eigentümerwechsel kaum bemerkbar. Der Investor unterstützt nur bei strategischen Themen über einen sich quartalsweise treffenden Beirat. Dieser besteht in der Regel aus dem früheren Eigentümer, zwei Mitarbeitern des Investors sowie zwei bis drei gestandenen Managern aus der jeweiligen Branche, die sich mit ihrer Erfahrung und ihren Kontakten einbringen. In dem oben genannten Fall ist der Vater natürlich im Beirat - und nach drei Jahren immer noch eines der aktivsten Mitglieder.

Volker Schmidt ist Partner bei der US-Private-Equity-Gesellschaft Riverside am Standort München.

Dienstag, 22. Juni 2010

ThomasLloyd - Private Equity

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Über viele Jahre galt Private Equity als Königsklasse im Anlagebereich. Heute ist die Nachfrage eher verhalten. Dennoch zählt Private Equity zu den interessantesten Anlageformen im Investmentuniversum. Aus diesem Grund investiert der globale Finanzdienstleister und internationale Vermögensverwalter ThomasLloyd gezielt in aussichtsreiche Unternehmen. Die Chancen von Private Equity möchten wir gerne diskutieren.